HSE BRINGT MIT ZWEI BEITRÄGEN IHRE EXPERTISE IN DEN SAMMELBAND EIN
Im Waxmann Verlag ist der Sammelband QLB@BW – Eine Bestandsaufnahme der Lehrkräftebildung in Baden-Württemberg erschienen. Herausgegeben von Christine Sälzer, Kristina Kögler, Ronny Nawrodt und Steffen Schaal bietet die Publikation auf 182 Seiten einen breit gefächerten Überblick über Umsetzungserfahrungen, Herausforderungen und nachhaltige Ergebnisse der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QLB) im Land. Der Band versammelt Beiträge zu Steuerung, Kooperation, Digitalisierung und Professionalisierung an unterschiedlichen Hochschulstandorten und verdeutlicht: Nachhaltige Lehrkräftebildung braucht gefestigte Strukturen, geteilte Verantwortung und verbindliche Formen der Zusammenarbeit.
Mit gleich zwei Beiträgen bringt die Heidelberg School of Education ihre Expertise in den Sammelband ein. Im Fokus stehen zentrale Weiterentwicklungen der kooperativen Heidelberger Lehrkräftebildung in Forschung und Transfer sowie im Bereich curricularer Strukturen, die auf dem QLB-Projekt heiEDUCATION (2015-2023) aufbauen.
Der Beitrag „Kollaborative Räume in Heidelberg – von Fächerclustern zu Querschnittsthemen“ von Petra Deger, Dennis Dietz, Michael Haus und Lina Pranaitytė nimmt den Forschungs- und Transferansatz des QLB-Projekts heiEDUCATION in den Blick. Er beschreibt Aufbau, Arbeitsweise und Weiterentwicklung interdisziplinärer heiEDUCATION-Cluster, in denen Forschende und Lehrende beider Heidelberger Hochschulen gemeinsam an der Qualitätsentwicklung der Lehrkräftebildung arbeiteten. Die Neuausrichtung von fächerzentrierten Verbünden hin zu Querschnittsthemen erwies sich dabei als wichtiger Impuls für dynamischere Forschungs- und Transferaktivitäten sowie produktivere Kollaborationen und bereitete den Weg für das heutige Konzept „Enhancing Future Literacies in Teacher Education“.
Im Beitrag „Fachwissenschaft und Fachdidaktik inhaltlich und strukturell verbinden“ stellen Johanna Ruge, Petra Deger, Marita Friesen, Anuschka Holste-Massoth, Sebastian Mahner, Jennifer Miller und Christiane Wienand das Verschränkungsmodul im Heidelberger Master of Education Sekundarstufe I/Gymnasium vor. Das in der curricularen Grundstruktur verankerte innovative Element soll Studierenden eine enge Verzahnung von fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Perspektiven ermöglichen und den Dialog zwischen den Disziplinen nachhaltig stärken. Der Beitrag zeichnet systematisch nach, wie das Verschränkungsmodul eingeführt, etabliert und kontinuierlich weiterentwickelt wurde, und unterstreicht seine Bedeutung für eine kohärente und professionsorientierte Lehrkräftebildung.
Der Sammelband bildet den Auftakt der Reihe Qualitätsoffensive Lehrerbildung konkret: Lehrkräftebildung in den Ländern. Er ist unter CC BY-SA als Open-Access-Publikation erschienen und steht via https://doi.org/10.31244/9783818850944 frei zur Verfügung.