FOKUS LEHRERBILDUNG: BLOG DER HEIDELBERG SCHOOL OF EDUCATION
Wie kann rassismuskritische Bildung zur Stärkung der Demokratie beitragen – und warum betrifft sie nicht nur Minderheiten, sondern die Gesellschaft im Ganzen?
Diese Fragen beleuchtete Prof. Dr. Michael Haus vom Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg in seinem Vortrag im Rahmen der Akademischen Mittagspause 2026, nun nachzulesen im HSE-Blog Fokus Lehrerbildung.
Rassismuskritik wird in öffentlichen Debatten häufig als „Identitätspolitik“ verstanden – also als Interessenpolitik von Minderheiten gegen Mehrheiten. Haus setzt hier bewusst einen anderen Akzent. Sein Vortrag zeigt, wie rassismuskritische Bildung der Gesellschaft insgesamt nutzt, indem sie Lernchancen für alle bietet und Potenziale demokratischer Erneuerung schafft.
Im Zentrum rassismuskritischer Bildung steht die Kritik an der Vorstellung „natürlicher Hierarchien“ zwischen sozialen Gruppen. Diese Perspektive ist nicht auf einzelne Diskriminierungsverhältnisse beschränkt, sondern berührt insbesondere in der Verbindung mit der Kritik an ökonomischer Ausbeutung und geschlechtsspezifischer Unterdrückung grundlegende Fragen von Gerechtigkeit. Damit rassismuskritische Bildung eine Chance für die Demokratie sein kann, muss sie sich allerdings bestimmter Fallstricke wie Moralismus, Political Correctness oder Unterkomplexität bewusst und damit selbst lernbereit sein.
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VIDEOAUFZEICHNUNG ZUM VORTRAG
ÜBER DEN BLOG
Fokus Lehrerbildung richtet sich an Wissenschaftler:innen, Lehrer:innen und all diejenigen, die an der Arbeit der Heidelberg School of Education interessiert sind. Der Blog möchte unter anderem durch Gastbeiträge verschiedener Wissenschaftler:innen zur Diskussion aktueller Themen der Lehrer:innenbildung anregen.
ISSN: 2511-3054